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Was ist ein Kreuzgang?

Wer sich die Tiere in freier Wildbahn oder auf Bauernhöfen genauer ansieht wird feststellen, dass einige Arten einen anderen Gang entwickelt haben, den Kreuzgang zum Beispiel, als andere.

Dieser Gang bezeichnet die Koordination der Beine. Ein Pferd geht im Trab zum Beispiel diagonal. Es geht mit dem rechten Vorderbein und dem linken Hinterbein gleichzeitig nach vorne und andersherum. So kann es einen sehr schnellen Gang nutzen, ohne viel Energie zu verschwenden, da der zusätzliche Schwung, der durch die Gangart erzeugt wird, energiesparend wirkt.

Ein weiteres, sehr bekanntes Tier, ist das Kamel. Die großen Wüstenschiffe nutzen den Kreuzgang, um sich effektiver fortbewegen zu können und in den trockenen Gebieten wenig Energie zu verbrauchen. Das Kamel, sowohl manche Rassen der Pferde, beherrschen zudem noch eine weitere Gangart, in der sich der Kreuzgang beobachten lässt.

Der sogenannte Passgang ist der schnellste Gang einen Pflanzenfressers. Wenn die Tiere vor Räubern oder anderen Gefahren flüchten müssen, rennen sie im schnellen Kreuzgang davon. Für diese Gangart gibt es auch spezielle Turniere für Kamele und Pferde.

Die Entwicklung des Kreuzgangs

Pferde laufen im Kreuzgang

Pferde laufen im Kreuzgang

Die Entwicklung dieser Gangart geht bis in die Urzeit zurück. Vor 70 Millionen Jahren lebte eine Art, die man lange Zeit als reines Fossil ansah, der Quastenflosser. Die ersten Quastenflosser lebten also noch zur Zeit der Dinosaurier.

Diese Tiere gehören zu den Knochenfischen und haben Kiemen, als auch Lungen. 1995 entdeckte man eine neue Art der Tiere und kann seitdem lebende Tiere erforschen.

Dieser Fisch entwickelte mit seinen seitlich abgespreizten Flossen den Kreuzgang. Er nutzte ihn, um sich am Meeresboden fortzubewegen und später auch an Land. Außerdem kann man diese Entwicklung des Kreuzgangs bei verschiedenen Reptilien, wie dem Gecko, dem Krokodil oder der Eidechse beobachten. Diese gehören unter anderem auch zu den nächsten Artverwandten des Quastenflossers.

Anders als Säugetiere, bei denen sich die Beine unterhalb des Brustkorbs befinden, können Reptilien keinen Passgang gehen, da ihre Beine seitlich vom Rumpf abstehen und ihnen nur begrenzte Geschwindigkeiten erlauben.

Der Renner, im wahrsten Sinne des Wortes, im Kreuzgang ist der Gecko. Dieses kleine Reptil ist im Vergleich zu seiner Größe sehr schnell unterwegs.

Bis zu unglaublichen 160 km/h schafft der kleine Geselle auf der Flucht vor Räubern, der brennenden Sonne oder dem heißen Wüstensand.