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Was ist ein Quastenflosser?

Was ist ein Quastenflosser?

Ein Quastenflosser ist ein im Meer lebender Knochenfisch, der heutzutage als lebendes Fossil gilt, da Funde vorhanden sind, die in der Zeit der Dinosaurier entstanden sind. Quastenflosser zählen zu den Fleischflossern und sollen laut wissenschaftlichen Forschungsergebnissen bereits seit 400 Millionen Jahren auf der Erde leben.

Ihre Brust- und Bauchflossen sind über Knochen mit ihrem Skelett verbunden (daher auch Knochenfisch) und diesen lebenden Fossilen können Ihre Flossen im Kreuzgang bewegen, was das typische Laufmuster von Landwirbeltieren entspricht. Dieser Fisch kann bis zu zwei Meter lang und 100 Kilogramm schwer werden. Sein Gehirn ist im Verhältnis zu seiner Größe und seinem Gewicht aber vergleichsweise klein und wiegt nur einige Gramm.

Das zu erreichende Alter dieser Fischart kann nur anhand von Funden geschätzt werden und ist daher nicht eindeutig belegbar. Wissenschaftler gehen jedoch von einer Lebenserwartung von bis zu 100 Jahren aus.

Quastenflosser weisen einen sehr energiesparenden Stoffwechsel auf, der aufgrund der Nahrungsbedingungen in ihrem Lebensraum aber auch überlebenswichtig ist.
Männchen und Weibchen sind äußerlich nicht zu unterscheiden. Die Weibchen werden jedoch etwas größer und praller als die Männchen.

Die harten Schuppen dieser Fischart weisen Zahnartige Erhöhungen auf und sollen sie wahrscheinlich vor scharfen Felskanten schützen.
Der Name kommt durch die quastenförmige Ausbildung der sechs Ruderflossen zustande.

Lebensraum des Quastenflossers

Der Quastenflosser galt bis 1938 als ausgestorben

Der Quastenflosser galt bis 1938 als ausgestorben

Der Lebensraum befindet sich in Tiefen von 250 bis 700 Meter an felsigen Hängen der Westküste von Grand Comore und Anjouan, in denen sich kleinere Höhlen befinden, in denen sich die Tiere verstecken.
Die dort herrschenden Wassertemperaturen liegen etwa zwischen 15 und 20 Grad Celsius.

Besonderes über den Quastenflosser

Der Quastenflosser galt bis 1938 als ausgestorben und wurde durch Zufall als Beifang von Fischern wiederentdeckt.

Er ist in Höhlen oft mit anderen Tieren derselben Art friedlich beisammen. Forscher gehen aufgrund des Verhaltens davon aus, dass sich die Tiere untereinander kennen. Aggressives Verhalten seitens der Quastenflosser ist bis Dato nicht bekannt.

Die einzigen natürlichen Feinde des Quastenflossers sind große Haie.
Die Quastenflosser gehören zu den nachtaktiven Fischen, die nach Sonnenuntergang aus ihren Höhlen kommen und sich auf die Jagd nach Beutetieren machen, bei denen sie unter anderem Tintenfische, Laternenfische, Bartfische, Rochen, Meeraale und Grundhaie jagen.

Zur Fortpflanzung dieser Fischart ist noch wenig bekannt. Bekannt ist jedoch, dass die Jungtiere aus den tennisballgroßen Eiern nach einer 12 bis 13 monatigen Tragzeit, während welcher sie sich ausschließlich über die Energie aus dem Dottervorrat ernähren können, schlüpfen und bereits eine Körpergröße von etwa 35 Zentimetern aufweisen.